| Autor: | Gercke, Doris |
|---|---|
| Titel: | Die Frau vom Meer Ein Bella-Block-Roman |
| Rezension: |
Bei der Preisverleihung der "Criminale 2000", dem Treffen der deutschsprachigen Krimiautoren, erhielt Doris Gercke den Preis für ihr Gesamtwerk!
Bella Block ist wieder da!
Die beliebte Protagonistin aus Doris Gerckes Kriminalromanen verbrachte zwei Jahre, die ihr Leben verändern sollten, in Russland. Nun ist sie zurückgekommen. Aber das politische Klima in Deutschland sagt ihr nicht zu und selbst Hamburg ist ihr fremd geworden. Lange hat sie keinen Fall mehr recherchiert, als ein befreundeter Polizeibeamter, sie um einen Gefallen bittet.
In einem Einfamilienhaus am Stadtrand von Hamburg werden drei ermordete Kinder gefunden. Erschlagen, ertränkt. Die Polizei nimmt die Mutter Lara G. fest, die mit blutverschmierten Händen wie versteinert im Garten steht, und beginnt mit den Ermittlungen. Die Beweislage scheint zunächst eindeutig. Doch der Fall ist kompliziert, da die mutmaßliche Mörderin seit ihrer Festnahme beharrlich schweigt und die Polizei ganz offenkundig schlampig recherchiert hat. Eine schlechte Presse können sich aber weder Polizei noch Innensenator leisten.
Bella Block soll Laras Unschuld beweisen. Es fällt Bella schwer, sich auf den Fall einzulassen, doch nach und nach steckt Kranz, der Polizeipsychologe, sie mit seinen Zweifeln an, sie beginnt sich für Laras Geschichte zu interessieren, regelmäßig besucht sie die Gerichtsverhandlungen.
Schnell stellt sich heraus, dass zu lange ausschließlich in eine Richtung ermittelt worden war, zu eindeutig schien die Beweislage gegen Lara G. zu sprechen. Aber irgendetwas an dieser Version stimmt nicht. Das ist jedenfalls die Erkenntnis, die Bella Block bald gewinnt. Die wichtigste Zeugin der Staatsanwaltschaft, eine neugierige Nachbarin, die mit ihrem Kurzhaardackel als erste am Tatort war, hat wichtige Indizien vernichtet. Im Kofferraum des geschiedenen Ehemanns findet man Blutspuren. Er hatte die Kinder am Abend vor ihrer Ermordung nach Hause gebracht. Bislang war er nicht ernsthaft in die Spurensuche einbezogen worden. Der Polizist, der die Ermittlungen leitete, ist zwar reichlich ernüchtert, aber nie ganz nüchtern. Und auch wenn vieles für Laras Schuld spricht, so gibt es doch kein Motiv. Jedenfalls keins, das Bella überzeugt. Als Lara G. schließlich aus Mangel an Beweisen freigesprochen wird, gilt dies als kleine Sensation. Aber wie jede Geschichte hat auch diese ihre ganz eigene Wahrheit.
copyright buecher.de |
| Infos: | Feb.2000, Hoffmann und Campe, Hardcover, 256 S., Hardcover, ISBN 3-455-02295-2, DM 36,- EUR 18,41 |
| Datum: | 22.08.00 |
| Link: | Beim Online-Buchhandel bestellen |
Zur Liste

Bei der Preisverleihung der "Criminale 2000", dem Treffen der deutschsprachigen Krimiautoren, erhielt Doris Gercke den Preis für ihr Gesamtwerk!
Bella Block ist wieder da!
Die beliebte Protagonistin aus Doris Gerckes Kriminalromanen verbrachte zwei Jahre, die ihr Leben verändern sollten, in Russland. Nun ist sie zurückgekommen. Aber das politische Klima in Deutschland sagt ihr nicht zu und selbst Hamburg ist ihr fremd geworden. Lange hat sie keinen Fall mehr recherchiert, als ein befreundeter Polizeibeamter, sie um einen Gefallen bittet.
In einem Einfamilienhaus am Stadtrand von Hamburg werden drei ermordete Kinder gefunden. Erschlagen, ertränkt. Die Polizei nimmt die Mutter Lara G. fest, die mit blutverschmierten Händen wie versteinert im Garten steht, und beginnt mit den Ermittlungen. Die Beweislage scheint zunächst eindeutig. Doch der Fall ist kompliziert, da die mutmaßliche Mörderin seit ihrer Festnahme beharrlich schweigt und die Polizei ganz offenkundig schlampig recherchiert hat. Eine schlechte Presse können sich aber weder Polizei noch Innensenator leisten.
Bella Block soll Laras Unschuld beweisen. Es fällt Bella schwer, sich auf den Fall einzulassen, doch nach und nach steckt Kranz, der Polizeipsychologe, sie mit seinen Zweifeln an, sie beginnt sich für Laras Geschichte zu interessieren, regelmäßig besucht sie die Gerichtsverhandlungen.
Schnell stellt sich heraus, dass zu lange ausschließlich in eine Richtung ermittelt worden war, zu eindeutig schien die Beweislage gegen Lara G. zu sprechen. Aber irgendetwas an dieser Version stimmt nicht. Das ist jedenfalls die Erkenntnis, die Bella Block bald gewinnt. Die wichtigste Zeugin der Staatsanwaltschaft, eine neugierige Nachbarin, die mit ihrem Kurzhaardackel als erste am Tatort war, hat wichtige Indizien vernichtet. Im Kofferraum des geschiedenen Ehemanns findet man Blutspuren. Er hatte die Kinder am Abend vor ihrer Ermordung nach Hause gebracht. Bislang war er nicht ernsthaft in die Spurensuche einbezogen worden. Der Polizist, der die Ermittlungen leitete, ist zwar reichlich ernüchtert, aber nie ganz nüchtern. Und auch wenn vieles für Laras Schuld spricht, so gibt es doch kein Motiv. Jedenfalls keins, das Bella überzeugt. Als Lara G. schließlich aus Mangel an Beweisen freigesprochen wird, gilt dies als kleine Sensation. Aber wie jede Geschichte hat auch diese ihre ganz eigene Wahrheit.
copyright buecher.de