| Autor: | Sepulveda, Luis |
|---|---|
| Titel: | Tagebuch eines sentimentalen Killers Roman |
| Rezension: |
Kurzbeschreibung:
Es gibt zwei Gesetze im Berufsleben eines bezahlten Mörders. Erstens: Er darf sich nicht an eine Frau binden. Und Zweitens: Er darf nicht mehr als unbedingt nötig über sein Opfer wissen. Beide Gesetze verletzt der sentimentale Killer, aber Profi bleibt Profi - bis zum Schluss
Rezension:
Der Roman oder vielmehr die Erzählung gibt es schon seit 1999, erst als Hardcover, jetzt als Taschenbuch. Ein Text von rund 80 Seiten, passend zum Stil dieses ungewöhnlichen Thrillers. Denn die Sprache ist knapp, karg und direkt. Die Reflexion eines hoch bezahlten professionellen Killers, der - aus letztlich unerklärtem Grund - gegen zwei eiserne Profikillergesetze verstößt: sich für die Persönlichkeit seines Opfers zu interessieren, sogar in direkten Kontakt zu kommen, und seine beruflichen Handlungen von privaten Gefühlen beeinflussen zu lassen. Dabei liefert der Autor kurzweilige, spannende Unterhaltung, allerdings etwas wirklich Neues fällt ihm nicht ein: Sein Protagonist bleibt trotz aller Selbstgespräche ein kaltschnäuziger cooler Macho, Frauen sind zur Ablenkung und Unterhaltung da, Job ist Job und Gefühle sind schlecht. In dieser aufs Wesentliche reduzierten Erzählform entwickelt das zwar Charme, kann aber nur sehr kurzfristig über die Oberflächlichkeit und Bekanntheit des Erzählten hinwegtäuschen; die Ironie verhungert im Ansatz und als stärkster Eindruck bleibt die Kürze. Ein kleiner Lesehappen für Zwischendurch - wie ein intelligenter Unterhaltungsfilm, lohnenswert, aber auch schnell wieder aus dem Sinn.
Über den Autor:
Luis Sep lveda, 1949 in Chile geboren, musste wegen seines politischen Engagements seine Heimat verlassen und lebte u.a. über zehn Jahre in Deutschland im Exil. Er arbeitete als Journalist und für die UNESCO. Heute lebt Sep lveda in Spanien. Sein Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und erhielt wichtige Auszeichnungen. Auf deutsch erschienen u.a.: Der Alte, der Liebesromane las (1996) und Patagonien Express (1998).
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| Infos: | März 2001, dtv München, Taschenbuch, 80 Seiten, ISBN 3-423-12870-4, DM 12,50, EUR 6,39 |
| Datum: | 20.02.01 |
| Link: | Beim Online-Buchhandel bestellen |
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Kurzbeschreibung:
Es gibt zwei Gesetze im Berufsleben eines bezahlten Mörders. Erstens: Er darf sich nicht an eine Frau binden. Und Zweitens: Er darf nicht mehr als unbedingt nötig über sein Opfer wissen. Beide Gesetze verletzt der sentimentale Killer, aber Profi bleibt Profi - bis zum Schluss
Rezension:
Der Roman oder vielmehr die Erzählung gibt es schon seit 1999, erst als Hardcover, jetzt als Taschenbuch. Ein Text von rund 80 Seiten, passend zum Stil dieses ungewöhnlichen Thrillers. Denn die Sprache ist knapp, karg und direkt. Die Reflexion eines hoch bezahlten professionellen Killers, der - aus letztlich unerklärtem Grund - gegen zwei eiserne Profikillergesetze verstößt: sich für die Persönlichkeit seines Opfers zu interessieren, sogar in direkten Kontakt zu kommen, und seine beruflichen Handlungen von privaten Gefühlen beeinflussen zu lassen. Dabei liefert der Autor kurzweilige, spannende Unterhaltung, allerdings etwas wirklich Neues fällt ihm nicht ein: Sein Protagonist bleibt trotz aller Selbstgespräche ein kaltschnäuziger cooler Macho, Frauen sind zur Ablenkung und Unterhaltung da, Job ist Job und Gefühle sind schlecht. In dieser aufs Wesentliche reduzierten Erzählform entwickelt das zwar Charme, kann aber nur sehr kurzfristig über die Oberflächlichkeit und Bekanntheit des Erzählten hinwegtäuschen; die Ironie verhungert im Ansatz und als stärkster Eindruck bleibt die Kürze. Ein kleiner Lesehappen für Zwischendurch - wie ein intelligenter Unterhaltungsfilm, lohnenswert, aber auch schnell wieder aus dem Sinn.
Über den Autor:
Luis Sep lveda, 1949 in Chile geboren, musste wegen seines politischen Engagements seine Heimat verlassen und lebte u.a. über zehn Jahre in Deutschland im Exil. Er arbeitete als Journalist und für die UNESCO. Heute lebt Sep lveda in Spanien. Sein Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und erhielt wichtige Auszeichnungen. Auf deutsch erschienen u.a.: Der Alte, der Liebesromane las (1996) und Patagonien Express (1998).