| Autor: | Eriksson, Kjell |
|---|---|
| Titel: | Das Steinbett Ann Lindells größter Fall |
| Rezension: |
Ann Lindell ist Kommissarin aus Leidenschaft. Durch besonderen Einsatz in Ihrem Beruf verdrängt sie allerdings gerne die Probleme ihres Privatlebens. Ihr erster Fall beginnt mit dem Tod von Josefin Cederen und deren sechsjähriger Tochter Emiliy, die beide von einem Auto erfasst und brutal überfahren wurden. Ann Lindell besichtigt den Unfallort und ist fassungslos. Alle Indizien sprechen von einem heimtückischen Mord. Die Spur führt zunächst zu Sven-Erik Cederen, dem Ehemann und Vater der Mordopfer. Als dieser, ein anerkannter Wissenschafter der Pharmakologie, mit einem Abschiedsbrief tot in seinem Auto aufgefunden wird, scheint alles klar zu sein. Im Kommissariat gelangt man schnell zu dem Schluss, dass die Tat geplant war. Doch dieser ist spurlos verschwunden. Aber warum sollte er seine Tochter überfahren, die er über alles liebte? Später wird Cederen aufgefunden - tot. Die Indizien sprechen für einen Selbstmord. Damit scheint sich der Fall als Familientragödie zu entwirren. Doch auch Sven-Erik Cederen wurde ermordet. Die Akten werden geschlossen und der Fall scheint abgeschlossen. Für Ann Lindell, Leiterin der Ermittlungen bleiben jedoch Zweifel und sie hält noch viele Fragen für ungeklärt. So beginnt sie die Ermittlungsakten noch einmal von vorne zu sichten und stößt dabei auf widersprüchliche Details und interessante Spuren. Eine Spur führt zur schwedischen Firma MedForsk in Uppsala, eine andere ins spanische Malaga, dem Sitz des Tochterunternehmens der Pharmaforschung. Haben illegale Tierversuche, auf die militante Tierschützer in einer spektakulären Aktion von sich reden machten, etwa mit den Morden zu tun? Handelt es sich am Ende gar um einen riesengroßen Pharmaskandal...
Kjell Erikssons "Das Steinbett" ist ein äußerst spannendes Buch gelungen, sehr glaubhaft und nuanciert gezeichnet. Bestens geeignet um triste Wintertage mit viel Spannung zu beleben. "Bewaffnet" mit Keksen, einer guten Tasse Tee und eingehüllt in eine Flauschdecke, wird mit diesem mitreißenden Krimi ein grauer verregneter Sonntag sicherlich im Nu vergehen.
Andrea Voigt |
| Infos: | 2002, Gustav Kiepenheuer Verlag, 331 Seiten, ISBN: 337800648X, EUR 20,- |
| Datum: | 20.09.02 |
| Link: | Beim Online-Buchhandel bestellen |
Zur Liste

Ann Lindell ist Kommissarin aus Leidenschaft. Durch besonderen Einsatz in Ihrem Beruf verdrängt sie allerdings gerne die Probleme ihres Privatlebens. Ihr erster Fall beginnt mit dem Tod von Josefin Cederen und deren sechsjähriger Tochter Emiliy, die beide von einem Auto erfasst und brutal überfahren wurden. Ann Lindell besichtigt den Unfallort und ist fassungslos. Alle Indizien sprechen von einem heimtückischen Mord. Die Spur führt zunächst zu Sven-Erik Cederen, dem Ehemann und Vater der Mordopfer. Als dieser, ein anerkannter Wissenschafter der Pharmakologie, mit einem Abschiedsbrief tot in seinem Auto aufgefunden wird, scheint alles klar zu sein. Im Kommissariat gelangt man schnell zu dem Schluss, dass die Tat geplant war. Doch dieser ist spurlos verschwunden. Aber warum sollte er seine Tochter überfahren, die er über alles liebte? Später wird Cederen aufgefunden - tot. Die Indizien sprechen für einen Selbstmord. Damit scheint sich der Fall als Familientragödie zu entwirren. Doch auch Sven-Erik Cederen wurde ermordet. Die Akten werden geschlossen und der Fall scheint abgeschlossen. Für Ann Lindell, Leiterin der Ermittlungen bleiben jedoch Zweifel und sie hält noch viele Fragen für ungeklärt. So beginnt sie die Ermittlungsakten noch einmal von vorne zu sichten und stößt dabei auf widersprüchliche Details und interessante Spuren. Eine Spur führt zur schwedischen Firma MedForsk in Uppsala, eine andere ins spanische Malaga, dem Sitz des Tochterunternehmens der Pharmaforschung. Haben illegale Tierversuche, auf die militante Tierschützer in einer spektakulären Aktion von sich reden machten, etwa mit den Morden zu tun? Handelt es sich am Ende gar um einen riesengroßen Pharmaskandal...
Kjell Erikssons "Das Steinbett" ist ein äußerst spannendes Buch gelungen, sehr glaubhaft und nuanciert gezeichnet. Bestens geeignet um triste Wintertage mit viel Spannung zu beleben. "Bewaffnet" mit Keksen, einer guten Tasse Tee und eingehüllt in eine Flauschdecke, wird mit diesem mitreißenden Krimi ein grauer verregneter Sonntag sicherlich im Nu vergehen.
Andrea Voigt