| Autor: | Fink, Gerhard |
|---|---|
| Titel: | Who's who in der antiken Mythologie Lexikon |
| Rezension: |
Die "Büchse der Pandora" als Metapher für unumkehrbares Unglück oder den Ödipus-Komplex als Beschreibung übersteigerter Mutterliebe - die Begriffe sind uns bekannt, aber wer kennt die genaue antike Geschichte hinter dem Namen? Weil die Verweise auf antike Mythen und ihr Personal auch im 21. Jahrhundert noch allgegenwärtig sind und der Opernbesuch ohne entsprechendes Hintergrundwissen zum Teil den erhofften Kunstgenuss vermissen lässt, hilft Fink dem interessierten Leser mit übersichlichen Artikeln zu den 800 antiken Hauptakteuren aus der griechischen und römischen Mythologie auf die Sprünge. Sein Ehrgeiz besteht nicht in einer umfassenden Sammlung, sondern darin, die wesentlichen Namen, die uns in der Kunstgeschichte, den Museen und auf der Bühne begegnen, zu erfassen, sie auf Basis der antiken Quellen vorzustellen, aber auch aufzuzeigen, was die nachfolgenden Generationen aus den Geschichten gemacht haben, ohne daraus "ein Mythenragout anzurichten".
Es ist Gerhard Fink gelungen, mit seinem "Who's Who in der antiken Mythologie" ein ausführliches, gut verständliches und übersichtliches Lexikon zusammenzustellen. Dabei überrascht nicht nur die Menge der Namen, die bislang doch unbekannt waren, sondern auch die Üppigkeit der recherchierten Details. Wer die ersten Einblicke anschließend vertiefen möchte, erhält zumeist auch Hinweise auf die Werke, oft unter Angabe der Seiten- oder Verszahl, in denen das antike Personal auftritt oder beschrieben wird. Auch Querverweise auf die bekannteren Kunstwerke, die den jeweiligen Helden gewidmet sind, erlaubt sich Fink. Die im Anhang des Lexikons zu findenden Abstammungstafeln der wichtigsten Götter- und Königsgeschlechter - wobei allein die Aufzählung von Zeus' Kindern eine halbe Seite beansprucht - sowie die Karten des antiken Griechenland und Kleinasiens müssen an dieser Stelle ebenfalls lobend erwähnt werden, denn sie helfen dem Leser, die im Lexikonteil angeeigneten Bruchstücke antiken Mythologiewissens besser einordnen zu können.
Der Autor:
Gerhard Fink wurde 1934 in Fürth geboren, studierte alte Sprachen, Germanistik, Philosophie und Geschichte. Nach der Promotion unterrichtete der klassische Philologe an einem Nürnberger Gymnasium. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche sowie populärwissenschaftliche Bücher wie zum Beispiel "Seneca für Gestreßte", "Quisquiz" und "Die schönsten Sagen der Antike". Darüber hinaus lieferte Fink bedeutende Übersetzungen der Werke von Horaz, Ovid und Seneca.
Jasmin Oun
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| Infos: | 2002, Deutscher Taschenbuch Verlag, München, illustrierte Neuausgabe, broschiert, 249 Seiten, ISBN 3423325410, EUR 19,50 |
| Datum: | 03.03.03 |
| Link: | Beim Online-Buchhandel bestellen |
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Die "Büchse der Pandora" als Metapher für unumkehrbares Unglück oder den Ödipus-Komplex als Beschreibung übersteigerter Mutterliebe - die Begriffe sind uns bekannt, aber wer kennt die genaue antike Geschichte hinter dem Namen? Weil die Verweise auf antike Mythen und ihr Personal auch im 21. Jahrhundert noch allgegenwärtig sind und der Opernbesuch ohne entsprechendes Hintergrundwissen zum Teil den erhofften Kunstgenuss vermissen lässt, hilft Fink dem interessierten Leser mit übersichlichen Artikeln zu den 800 antiken Hauptakteuren aus der griechischen und römischen Mythologie auf die Sprünge. Sein Ehrgeiz besteht nicht in einer umfassenden Sammlung, sondern darin, die wesentlichen Namen, die uns in der Kunstgeschichte, den Museen und auf der Bühne begegnen, zu erfassen, sie auf Basis der antiken Quellen vorzustellen, aber auch aufzuzeigen, was die nachfolgenden Generationen aus den Geschichten gemacht haben, ohne daraus "ein Mythenragout anzurichten".
Es ist Gerhard Fink gelungen, mit seinem "Who's Who in der antiken Mythologie" ein ausführliches, gut verständliches und übersichtliches Lexikon zusammenzustellen. Dabei überrascht nicht nur die Menge der Namen, die bislang doch unbekannt waren, sondern auch die Üppigkeit der recherchierten Details. Wer die ersten Einblicke anschließend vertiefen möchte, erhält zumeist auch Hinweise auf die Werke, oft unter Angabe der Seiten- oder Verszahl, in denen das antike Personal auftritt oder beschrieben wird. Auch Querverweise auf die bekannteren Kunstwerke, die den jeweiligen Helden gewidmet sind, erlaubt sich Fink. Die im Anhang des Lexikons zu findenden Abstammungstafeln der wichtigsten Götter- und Königsgeschlechter - wobei allein die Aufzählung von Zeus' Kindern eine halbe Seite beansprucht - sowie die Karten des antiken Griechenland und Kleinasiens müssen an dieser Stelle ebenfalls lobend erwähnt werden, denn sie helfen dem Leser, die im Lexikonteil angeeigneten Bruchstücke antiken Mythologiewissens besser einordnen zu können.
Der Autor:
Gerhard Fink wurde 1934 in Fürth geboren, studierte alte Sprachen, Germanistik, Philosophie und Geschichte. Nach der Promotion unterrichtete der klassische Philologe an einem Nürnberger Gymnasium. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche sowie populärwissenschaftliche Bücher wie zum Beispiel "Seneca für Gestreßte", "Quisquiz" und "Die schönsten Sagen der Antike". Darüber hinaus lieferte Fink bedeutende Übersetzungen der Werke von Horaz, Ovid und Seneca.
Jasmin Oun