| Autor: | de Winter, Leon |
|---|---|
| Titel: | Malibu
Roman |
| Rezension: |
Am 17. Geburtstag seiner geliebten Tochter Miriam schwingt sich der erfolglose, niederländische Drehbuchautor Joop Koopman auf sein Hollandrad, um einen alten Freund in Los Angeles zu treffen. Auch seine Tochter unternimmt einen Ausflug - der tödlich endet. Miriam stirbt nach einem Motoradunfall und für Joop Koopman steht die Welt still. Der, der nach Koopmans Ansicht für dieses Unglück verantwortlich ist, Miriams Fitnesstrainer Godzilla, genannt God, führt Koopman durch sein bußfertiges Dasein für den Trauernden jedoch langsam wieder zurück ins Leben. Und das Leben hält noch allerlei Überraschungen bereit: Nicht nur, dass sein Jugendfreund Philip van Geldern Koopman für den Mossad anwerben will, auch seine Jugendliebe und Cousine Linda taucht plötzlich kahlköpfig und reinkarnationsgläubig auf und offenbart ihm wundersame Dinge. Die Ereignisse beschleunigen sich, Koopman wird in einen Strudel gerissen und nach einiger Zeit um einige Illusionen ärmer wieder an den Strand der Realität gespült. Hier ist God noch immer für ihn da.
Eigentlich sollte Leon de Winters Roman "Gods Gym" heißen, was definitiv besser gepasst hätte. Aber auch unter dem Titel "Malibu" findet der Leser einen Roman, der traurig und zugleich voller Lebenfreude und Überraschungen ist. Ein großes Buch darüber, wie unfair und spannend das Leben sein kann. Wie in den meisten seiner Bücher erzählt Leon de Winter eine komplizierte Geschichte auf einfache, klare Art - es wird zu einer Art Alltagsgeschichte. Ihre Lehre besagt, dass man niemandem trauen und sich auf gar nichts verlassen kann - wahrscheinlich war das schon bei der Entstehung der Kontinente vor 225 Milionen Jahren so angelegt. Denn auch diese Geschichte hat etwas mit Joop und Miriam Koopmans Geschichte zu tun...
1954 in ‘s-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden geboren, begann Leon de Winter ein Studium an der Filmakademie in Amsterdam, das er vor dem Abschluss zugunsten der Gründung einer Produktionsfirma abbrach. Als freier Autor wirkt de Winter seit 1976; er veröffentlichte zunächst einen Band mit Erzählungen, 1978 folgte mit "De (ver)wording van de jongere Dürer" sein erster Roman. Bis 1996 veröffentlichte de Winter 14 weitere Werke, einige der Romane wurden verfilmt. Als literarische Vorbilder nennt der Autor die "ältere Generation der großen Erzähler" und verweist auf John Updike, Saul Bellow und Philip Roth.
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| Infos: | 2004, Diogenes Verlag, broschiert, 432 Seiten, ISBN 3257234341, EUR 10,90 |
| Datum: | 21.02.05 |
| Link: | Beim Online-Buchhandel bestellen |
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Am 17. Geburtstag seiner geliebten Tochter Miriam schwingt sich der erfolglose, niederländische Drehbuchautor Joop Koopman auf sein Hollandrad, um einen alten Freund in Los Angeles zu treffen. Auch seine Tochter unternimmt einen Ausflug - der tödlich endet. Miriam stirbt nach einem Motoradunfall und für Joop Koopman steht die Welt still. Der, der nach Koopmans Ansicht für dieses Unglück verantwortlich ist, Miriams Fitnesstrainer Godzilla, genannt God, führt Koopman durch sein bußfertiges Dasein für den Trauernden jedoch langsam wieder zurück ins Leben. Und das Leben hält noch allerlei Überraschungen bereit: Nicht nur, dass sein Jugendfreund Philip van Geldern Koopman für den Mossad anwerben will, auch seine Jugendliebe und Cousine Linda taucht plötzlich kahlköpfig und reinkarnationsgläubig auf und offenbart ihm wundersame Dinge. Die Ereignisse beschleunigen sich, Koopman wird in einen Strudel gerissen und nach einiger Zeit um einige Illusionen ärmer wieder an den Strand der Realität gespült. Hier ist God noch immer für ihn da.
Eigentlich sollte Leon de Winters Roman "Gods Gym" heißen, was definitiv besser gepasst hätte. Aber auch unter dem Titel "Malibu" findet der Leser einen Roman, der traurig und zugleich voller Lebenfreude und Überraschungen ist. Ein großes Buch darüber, wie unfair und spannend das Leben sein kann. Wie in den meisten seiner Bücher erzählt Leon de Winter eine komplizierte Geschichte auf einfache, klare Art - es wird zu einer Art Alltagsgeschichte. Ihre Lehre besagt, dass man niemandem trauen und sich auf gar nichts verlassen kann - wahrscheinlich war das schon bei der Entstehung der Kontinente vor 225 Milionen Jahren so angelegt. Denn auch diese Geschichte hat etwas mit Joop und Miriam Koopmans Geschichte zu tun...
1954 in ‘s-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden geboren, begann Leon de Winter ein Studium an der Filmakademie in Amsterdam, das er vor dem Abschluss zugunsten der Gründung einer Produktionsfirma abbrach. Als freier Autor wirkt de Winter seit 1976; er veröffentlichte zunächst einen Band mit Erzählungen, 1978 folgte mit "De (ver)wording van de jongere Dürer" sein erster Roman. Bis 1996 veröffentlichte de Winter 14 weitere Werke, einige der Romane wurden verfilmt. Als literarische Vorbilder nennt der Autor die "ältere Generation der großen Erzähler" und verweist auf John Updike, Saul Bellow und Philip Roth.