| Autor: | Esquivel, Laura |
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| Titel: | Bittersüße Schokolade
Mexikanischer Roman um Liebe, Kochrezepte und bewährte Hausmittel in monatlicher Fortsetzung |
| Rezension: |
„Von Tita heißt es, sie habe derart heftig auf Zwiebeln reagiert, dass sie schon im Leib meiner Urgroßmutter fürchterliche Tränen vergoß, sobald diese Zwiebeln hackte… Eines Tages steigerte sich Titas Schluchzen dermaßen, dass es vorzeitig die Geburt einleitete. So geschah es, dass Tita…Hals über Kopf auf die Welt kam und zwar mitten auf dem Küchentisch, eingehüllt in den Duft von Nudelsuppe, die gerade auf dem Herd kochte, von Thymian, Lorbeer, Koriander, siedender Milch, Knoblauch und natürlich Zwiebeln. Dass sich unter diesen Umständen der berühmte Klaps auf den Po erübrigte, versteht sich von selbst, wurde Tita doch schon weinend geboren…“. Zwischen beiden Polen, Tränen und Küche, soll sich von nun an auch Titas weiteres Leben bewegen. Mit ihrer Amme Nacha ist sie für das leibliche Wohl auf dem Gut der despotischen Mama Elena verantwortlich – und so soll es bis zu deren Ende auch bleiben. Eine Heirat Titas als jüngster Tochter ist nicht vorgesehen. Als diese sich in Pedro verliebt, kommt es sogar noch schlimmer: Nicht sie, sondern ihre Schwester Rosaura wird mit dem Geliebten vermählt und lebt fortan mit ihm gemeinsam vor ihren Augen, lässt sich von der jüngeren Schwester bedienen und bekochen. Doch gerade diese Essen werden bald zum Austausch kulinarischer Liebesbotschaften, jedenfalls solange, bis dies entdeckt und Rosaura und Pedro in die Vereinigten Staaten in Sicherheit gebracht werden. Nachdem dann auch die mittlere Schwester von Revolutionären entführt und in einem Bordell wieder aufgefunden wird, ist das Leben für Tita auf dem Hof eine einzige Last. Sie wird verrückt und erst dem amerikanischen Dorfarzt gelingt es, sie wieder ins Leben zurückzuholen. Bald darauf macht er Tita einen Heiratsantrag, den diese nach einiger Bedenkzeit annimmt. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und am Ende bleibt von Tita nur ein Kochbuch übrig. Mit ihrem Erstlingsroman „Bittersüße Schokolade“ ist Laura Esquivel auf Anhieb ein Bestseller gelungen, der auch erfolgreich verfilmt wurde. Er bietet süffig geschriebene Unterhaltung, die durch typisch mexikanischer Rezepte und die ausführliche Beschreibung ihrer Zubereitung angenehm bereichert wird. Laura Esquivel wurde 1950 in Mexiko-Stadt geboren. Sie arbeitet vor allem als Drehbuchautorin und wurde mit „Bittersüße Schokolade“ zu einer der lateinamerikanischen Erfolgsautoren. Jasmin Oun |
| Infos: | Suhrkamp Taschenbuch, 2001, 279 Seiten, ISBN 3-518-39745-1, 8,00 Euro |
| Datum: | 09.08.07 |
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