| Autor: | Simmons, Charles |
|---|---|
| Titel: | Belles Lettres |
| Rezension: |
Der Ich-Erzähler in Charles Simmons Roman aus dem New Yorker Literaturbetrieb heißt bezeichnender Weise Frank Page. Durch Zufall wird Page Redakteur bei der renommierten Literaturzeitschrift Belles Lettres. Was er dort erlebt, hat ganz und gar nichts mit der Schöngeistigkeit und Intellektualität zu tun, die man solcherorts vermuten würde, und Page lässt den Leser an seinen zum Teil skurrilen Erlebnissen dankenswerter Weise teil haben. Da wechseln die schwerreichen, aber nicht gerade belesenen Inhaber nach völlig abwegigen Gesichtspunkten ihre Chefredakteure aus, eine Sekretärin will Rezensentin werden und wird rechtzeitig auf einen hochbezahlten Posten bei einer anderen Zeitschrift weggelobt. Eine Liste der 25 bedeutendsten Autoren Amerikas wird quasi ausgewürfelt. Der Höhepunkt aber ist erreicht, als neun bislang unbekannte Sonette Shakespeares auftauchen, die auf die schwierige Frage, ob Shakespeare schwul war, eine ziemlich eindeutige Antwort geben. Die Frage ist nur: Sind sie echt? |
| Infos: | dtv, 2005, Roman, Taschenbuch, ISBN 978-3423133630, 8,50 Euro |
| Datum: | 03.09.09 |
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